Eine Fahrkarte durch den Schnee zur nächsten Schlacht bitte!

  Ja, so kam es, dass man sich im sicheren Auto durch Schnee und Regen ins ferne Wiesbaden aufmachte. Wart einem doch zu Ohren gekommen, dass Cultus Ferox eine Schlacht zu gewinnen hatten. Aber der Anfang sah doch etwas anders aus.

  Vorgruppe waren Adversus aus Frankfurt. Eine junge Gruppe, die – glaube ich – an diesem Abend ihren ersten Gig hatten. Eine interessante Mischung in der Optik und mit Klarinette und Violine auch eine interessante Mischung für die Ohren. Mit hochschwangerer erster Sängerin brachten Sie uns Ihre Stücklein dar, die den Eindruck machten sie könnten in Zukunft nur noch besser werden. Aber es sollte doch noch anders kommen ... denn schon

  bald kamen Culuts Ferox auf die Bühne und dass viele weibliche Wesen in dem Moment die Luft anhielten brauche ich nicht zu sagen. Wie knapp doch so ein Lendenschurz (oder erst der haltende Riemen!) sein kann. Puuh! Aber sie machten auch den Eindruck, dass sie von einer Schlacht zu nächsten wollten (und das im Wiesbadener Schlachthof!). Blutverschmiert zeigten sie sofort, dass es hier kein liebliches Schalmeienspiel geben sollte und dass sie zu allem bereit waren. Und als sie ihr ‚Spiel’ begannen tobte das vorhandene Volk gleich mit, ein paar Menschlein flippten regelrecht aus!

  Mit Liedern (wie „Tamfanae“ oder „Götterdämmerung“, „Andro“) und der neuen CD ‚Flamme des Meeres’, zeigten sie uns was in ihnen steckt. Und das nicht zu knapp. Die zwei Mädels geizten nicht mit ihren Reizen. Und so mancher Mann fing zu sabbern an. Ich sah an diesem Abend das erste mal wie Herrn Bombadil ein Tempo zugesteckt wurde. So kann man sagen, es wurden für jedes Augen- und Ohrenpaar was geboten. Und die Jungs von CF haben auch bewiesen, dass sie sehr sanfte Noten kennen, als sie das Lied die Wolfsballade darboten.

  Viel zu schnell war die Zeit des letzten Liedes gekommen. Und wir konnten es gar nicht fassen. Doch ein, zwei, drei Zugaben waren noch drin. Klarer Fall von gewonnener Schlacht, verschwitzen Leibern und Musik die einem einen schönen Abend gemacht haben. Bleibt noch zu sagen, dass ich mich gefreut habe auch einige bekannte Gesichter zu sehen!

 

Facundia