Walpurgisnacht auf der Runneburg mit Schelmish

 

Nach musikalischen Größen wie Die Apokalyptischen Reiter, Furunkulus Bladilo, Schandmaul und In Extremo gaben sich nun auch endlich Schelmish die Ehre, die altehrwürdigen Mauern der Runneburg zum Beben zu bringen.

 

Auf der Bühne an der Steinschleuder, im Lichte des Walpurgisfeuers, werden Schelmish einen ihrer spektakulären Liveauftritte abliefern. So war es in der Presseinfo der Runneburg zu lesen.  

 

Vom Plateau der Steinschleuder konnte man einen grandiosen Blick in die Thüringische Tiefebene werfen. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt, sowohl in fester als auch flüssiger Form.

Nach und nach füllte sich der Platz beträchtlich mit Leuten aller Altersklassen.

Gut gelaunt und voller Tatendrang betraten die Schelme die Bühne um 20.30 Uhr zu ihrem Freigang. Mit dem „Interregio“ durchpflügten sie die Menge, um sich mit Dem „Letzten Kuss“ und „Follow me up to Carlow“ ins „Gelobte Land“ zu verabschieden. Warum die Heiligen Drei Könige einen Stern sahen, beantwortet ganz klar „Collaudemus“.  Mit „Mente Capti“ ging es energiegeladen weiter im Programm. Als Luzi zur „Rotta“ antra,t hatte man den Eindruck, bei einem Konzert der Gruppe Tokio Hotel zu sein, denn die Damen, ein paar Herren waren sicher auch dabei, kreischten ekstatisch, dabei hatte er ja noch was an. Der Lautstärkepegel stieg mit jedem Kleidungsstück, das fiel, noch weiter an, bis er mit dem leuchtenden Herz in euphorischem Jubel gipfelte. Mit „Caput Draconis“ und dem „Palästinalied“ sollte die Pause eingeläutet werden, aber Dextro hatte noch keine Lust, sich zu Tee und Gebäck zurückzuziehen, also wurde noch das „Äquinoctium“ gespielt, welches in Stonehenge schon die Druiden zum Tanzen gebracht hat und auch das thüringische Publikum in extreme Bewegung setzte.

 

Nach der ca. halbstündigen Pause ging es kraftvoll mit der „Marionette“ weiter. Mit Songs wie „Sal Bybon Bonh“, „Twa Corbies“, „Ich was ein chint“ und dem „Chaos“ wurde auch die zweite Hälfte des Konzertes zu einem wahren Ohrenschmaus. Das Publikum feierte euphorisch im Schein des Walpurgisfeuers und des Fast-Vollmondes, was dem Ganzen ein überirdisches Ambiente verlieh. Die gut zweistündige Show endete mit einem sehr gefühlvoll vorgetragenen „22 Jahre“ und einem Fischer-Chor-verdächtigen „Ring of Fire“.

 

Nach dem Konzert und einer Verschnaufpause für die Schelme traf man selbige am Merch-Stand zum Small Talk oder zum Signieren diverser Schelmish-Devotionalien.

Das Konzert hat uns gezeigt, dass Schelmish es in jedem Fall mit Größen wie In Extremo aufnehmen kann.

 

Unser Fazit für diesen gelungenen Abend: Schelmish rockt die Runneburg.

 

 

Setlist:

 

  1. Freigang
  2. Interregio
  3. Der letzte Kuss
  4. Follow me up to Carlow
  5. Gelobtes Land
  6. Collaudemus
  7. Mente Capti
  8. Rotta
  9. Caput Draconis
  10. Palästinalied
  11. Äquinoctium
  12. Marionette
  13. Sal Bybon Bonh
  14. Twa Corbies
  15. Ich was ein chint
  16. Chaos
  17. Tanz mit mir
  18. Douce Dame Jolie
  19. Galapagos
  20. Pank
  21. Kalifenzorn
  22. 22 Jahre
  23. Ring of Fire

 

Anette Goldschmidt

Renata Goldschmidt