Hexenfest auf Burg Satzvey
30.04.2008
Wenn die Veranstalter der Burg Satzvey zur Walpurgisnacht rufen, dann wird mit Superlativen nicht gespart.
Ein ausgedehnter Mittelaltermarkt in und um die Burg, das grösste Hexenfeuer im Rheinland und mit drei
Mittelalterbands ein umfangreiches Musikprogramm zog tausende Besucher zu diesem Event.
Das Fest wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. So gab es am Ausgang eine Hexenpuppe, die an einem Baum
klebte - dazu das Hinweisschild: " Don´t drink and fly !"
Auch der Mittelaltermarkt war sehr schön gestaltet mit verschiedenen Feuershow-Darbietungen und Hexen auf Stelzen
stimmten die Gäste auf die Walpurgisnacht ein.
Mit drei Bands völlig unterschiedlicher Coleur wurde das musikalische Programm inszeniert:
Zunächst spielte WARGSANG, die mit eher progressiver Mittelaltermusik schon am frühen Abend die Zuschauer in
ihren Bann zog.
Auf dem grossen Tunierplatz dann FABULA.
Zwei Dudelsäcke und eine Davul kann auch Mittelaltermusik sein. Genau das macht den Reiz dieser außergewöhnlichen
Band aus: mit minimalen Mitteln, das Maximale zu erreichen.
Das ist mutig und das kommt an: Diese Musiker sind ja keine Unbekannten, denn sie haben schon in Bands wie Cultus Ferox
oder Cornix Maledictum gespielt.
Und sie beweisen: neue Kompositionen in der Mittelaltermusik sind auch noch im traditionellen Bereich möglich - ganz
jehnseits von E-Gitarren.
" Zurück zu den Wurzeln" - ein fabelhaftes Konzert von FABULA !
Immer gut drauf, immer tolle Musik und unschlagbare Ansagen vom Lasterbalg: Das ist SALTATIO MORTIS !
Wer den riesigen Tunierplatz und die Tribünen der Burg Satzvey kennt, der weiß wieviel Menschen hier Platz finden.
Und das Gelände war gut dreiviertel gefüllt....
Die symphatischen Badener spielten ihr komplettes Konzertprogramm, das Publikum war restlos begeistert von der
bunten Mischung aus Mittelalter-Rock und Marktmusik.
Da tanzt der Opa mit dem Enkel und Mutti rockt - nicht umsonst gehören Saltatio Mortis zu den beliebtesten Bands in
diesem Genre.
Aber irgendwann geht mal das schönste Konzert zu Ende und es stand ja noch das grosse Hexenfeuer an.
Es war wirklich ein riesiges Feuer - ob es dann wirklich "das grösste im Rheinland" gewesen ist überlasse ich den
Statistikern.
Wichtig aber war: Die Besucher "verbrannten" damit die Winterzeit, es wurde um das Feuer getanzt und die Spielleute
machten Musik dazu.
Nun geht es "frisch gereinigt" in die Mittelaltersaison 2008.

Charly Ochwat