Wave Gothic Treffen 2003 oder „Alter schützt vor Torheit nicht!" :-)

Nun ja, das Jahr 2003 war das Jahr der Erneuerung, das Finden von lieben netten Menschen, insgesamt ein  wahnsinnig schönes Jahr! Und einer der Höhepunkte war sicherlich das Wave und Gotik Treffen in Leipzig …

Aufbruch nach Leipzig.

An einem wunderschönen Morgen, dem 6.6.2003, ging es los in Richtung Leipzig mit einem kleinen Umweg über den Flughafen Düsseldorf, wo ich Rimsbold von Tiefentann abholte. Wir machten noch einen zweiten Stopp und luden Luzi das L, auch nach der Ring Con 2003 „Gollum“ genannt, ein.

Auf der Fahrt hatten wir eine Menge Spaß und hörten gute Musik von Rammstein über Subway to Sally  bis Letzte Instanz. Allerdings waren anscheinend an diesem wunderschönen, heißen Tag alle unterwegs – zumindest kam uns das so vor, und wir fuhren von Stau zu Stau, mit kleinen nervösen Telefongesprächen „Wo bleibt ihr denn, seit ihr wenigstens zu dem Auftritt um…da?“

 

Nun, irgendwann kamen wir doch noch in Leipzig an und fanden auch gottlob auf Anhieb die Moritzbastei, wo wir schon sehnsüchtig erwartet und natürlich auch freudig begrüßt wurden! Von den Schelmen, Veitzflüchern und Thali und Ritter Rost und Ivaneth; sorry, wenn ich jemanden vergessen habe … ist schon ’ne Leistung in meinem Alter, sich an all die Namen zu erinnern …

Nachdem es etwas ruhiger geworden war, verkrümelte ich mich dann schnell Richtung Kolmstraße, wo ich mein Lager in einer Pension aufschlug und rasch den Rechner installierte. Es wartete ja noch eine Menge Arbeit in Sachen Fotografieren auf mich!

Danach auf zum Agra-Gelände und erstmal die Akkreditierung holen, zwischendurch ein Telefonat mit Estra (wo bist Du … wo treffen wir uns …).

Der Höhepunkt des Freitagabends war das fantastische Konzert von Umbra Et Imago; was für eine Show … ich sag nur: Die Kerze…

Danach wollten wir eigentlich den Abend bzw. die Nacht im heidnischen Dorf ausklingen lassen, aber, wie so oft, das Schicksal meinte es anders mit uns.

Zuerst hörten wir noch ein wenig von der Band Ohrenpeyn…aber dann …

… dann sah ich zum ersten Mal Faun live,  an diesem Abend akustisch, und war schon richtig hin und weg. Vor allem das Feuerritual an diesem schönen Abend war mehr als mystisch –  und somit waren die folgenden Abende mit einer neuen Reihenfolge versehen.

 Der Samstag

 Am nächsten Morgen nach einer sehr kurzen Nacht fuhren wir zur Moritzbastei um dort … ja richtig, die Schelme beim ersten Konzert des Tages zu fotografieren.

 Es waren mal wieder einige „alte“ Bekannte dort wie Thaliana, Ritter Rost, Ivaneth, Anja und Romy.

Es gab eine gute Showeinlage mit einer … nun ja … Irren oder etwas anders lebenden Frau … sie war uns schon in der vorherigen Nacht durch diverse Schreie und unflätige Flüche in der AGRA aufgefallen….tja…ob es an den Pilzen oder an anderem lag? Wer weiß?

 Danach wechselten wir schnell den Auftrittsort, ging es doch zum nächsten Highlight, der Parkbühne, denn dort spielten Bloodflowers, Inkubus Sukkubus und die fantastischen Blutengel mir ihrer wahnsinnigen Show auf…was für ein Tag!

 Zum Ausklang und Wohlbefinden ging es dann wieder ins heidnische  Dorf, dort wurde man schon sehr freudig begrüßt von Uschi und Herb (Jung), Hubsi und den Spielleuten von Faun. Irgendjemand *g* feierte noch ein wenig seinen Geburtstag. Die Musik und das Flair des heidnischen Dorfes können schon süchtig machen…

 Der Sonntag

 Leider war die Nacht wirklich wieder zu kurz, und so ging es früh am Morgen mal wieder auf zur Moritzbastei, um die Schelme anzuhören! Und natürlich traf man dort auch wieder einmal auf altbekannte liebe Schelmenwahnsinnige.

 Danach mußte ich mich doch beeilen, da ich im heidnischen Dorf einen Auftritt der Formatio Cornix Maledictum anhören wollte; leider spielten sie nur zu zweit, aber das war schon hörenswert, und ich bin sehr gespannt, wie sie live mit drei Leuten klingen!

 Da die Zeit mal wieder raste und ich der Band Morgenstern versprochen hatte, Bilder von ihnen zu machen, machte ich mich rasch auf den Weg zum Haus Leipzig.

Dort traf ich die Band und konnte sie leider nur eine gute halbe Stunde hören und fotografieren, aber ich hoffe, man sieht sich wieder zu einem richtigen langen Konzertabend.

 Dann ging es wieder ins heidnische Dorf zurück; dort spielten bereits Cornix Maledictum und ich lauschte den Klängen, die einem immer bekannter vorkamen.

Auch die Faune spielten wieder, und langsam zog ein Unwetter herauf, so daß der Auftritt der Könige der Spielleute Corvus Corax immer weiter verzögert wurde. Erst nachdem wir alle ein wenig naß geworden waren, konnte man den Klängen von Corvus Corax lauschen –  und es war ein schöner, langer Auftritt von Teufel und Co!

 Zum abendlichen Ausklang spielten die Faune nochmal als „Paganfolk“ auf…und ich fragte mich: „Bin ich dieser Musik nun verfallen?“

 Der Montag!

 Es war der anstrengendste und interessanteste Tag des ganzen Festivals!

 Am frühen Vormittag, nachdem der ganze Krempel im Auto verstaut war, ging es direkt zum Agra-Gelände und dort zunächst ins heidnische Dorf zur Markteröffnung mit Faun… (tja irgend etwas ist schon dran an der Sucht …)

 Die Zeit wurde nun allmählich knapp, und man begab sich in die große Halle, wo sich die angesagtesten Bands der Scene versammelt hatten.

Los ging es mit Faun, und es folgten Schelmish, Osiris Taurus, Saltatio Mortis, Fiddlers Green, Schandmaul, Tanzwut, Letzte Instanz und zu guter Letzt als absoluter Höhepunkt Subway To Sally. Zum Glück durften wir nur während der ersten drei Stücke Fotos machen, so daß immer noch ein wenig Zeit war, um der guten dargebotenen Musik zu lauschen. Leider ging die Zeit wahnsinnig schnell vorbei, und ich war auch irgendwie froh, denn mittlerweile konnte ich nach den Zugaben von Subway To Sally keine Kamera mehr sehen …

So habe ich auch nach dem Konzertende sehr schnell die Kameras weggepackt und mich verabschiedet.

 

Es war mein erstes WGT, aber sicherlich nicht mein letztes!

 

Die gesamte Organisation des Festivals war sehr gut, und ich habe die ganze Zeit über keine Schlägerei oder Ähnliches gesehen. Es ist schon sehr beeindruckend, ein Festival dieser Größenordnung so friedlich zu erleben….Vielen Dank Euch allen…

 

Bombadil