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Subway To Sally, Köln, Alter Wartesaal, 12.04.2006

Die Rocker von Subway To Sally einmal anders – nämlich akustisch auf der „Nackt“-Tour, aus eben diesem Grund so betitelt, weil puristisch und ohne die rockenden Elemente.

Auch in Köln macht die Band Station im Alten Wartesaal und gibt insgesamt 29 Stücke zum Besten. Entstanden war das Set durch eine Umfrage auf der Internetseite der Band, bei der sich die Fans Stücke für diese als einmaliges Ereignis geplante Tournee wünschen konnten.

Und ein einmaliges Ereignis dürfte es wohl auch in Köln für die Anwesenden gewesen sein, begeistert werden Lieder wie „Rätzel II“, „Abgesang“ oder „Unterm Galgen“ mitgesungen, und natürlich fehlen spätestens nach „Mephisto“ auch Aufforderungen in Richtung Band nicht, sich doch zu erheben – denn diese musiziert, passend zur akustischen Umsetzung ihrer Stücke, im Sitzen.

„Kleid aus Rosen“ beginnt mit einem schönen und beeindruckenden Duett von Simon und Eric, bevor schließlich die Band bei der Zeile „Meister, gib mir Rosen“ mit einsetzt, und seine Virtuosität an der Tabla kann Simon bei „Element des Verbrechens“ unter Beweis stellen, das er nur mit Begleitung von Geige und Cello darbietet.

Überhaupt scheint es ein besonderes Anliegen der Band zu sein, einmalige Akzente zu setzen, wird doch bei „Minne“ eine Strophe gesungen, die man sonst live nicht bringt; und „Sanctus“, nur durch mehrstimmigen Gesang intoniert, wird zu einem echten Gänsehauterlebnis.

Und so ganz nebenbei lässt Eric das Publikum noch wissen, dass „Der Baum“ vor Jahren bereits auf einem Sampler der Partei der Grünen veröffentlicht wurde.

Natürlich soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass Subway To Sally an diesem Abend einen Gastmusiker in ihren Reihen begrüßen – nämlich B. Deutung, ehemals Inchtabokatables.

Alles in allem ein Abend, der den Subway-To-Sally-Fans sicherlich in dauerhafter Erinnerung bleiben wird – vor allem, weil diese Tournee nach Aussage der Band ein Unikat bleiben soll, das keine Wiederholung erfahren wird.

 

Hermann Kurz/Petra Lindner