Die Apokalyptischen Reiter im Kasino der Kammgarn Kaiserslautern am 14.09.2007
Support: Divinus

Bevor die Apokalyptischen Reiter antraten das Kasino zu rocken, wurde die Audience zunächst von der Metalformation "Divinus" in Stimmung gebracht. Die Kaiserslauterer hatten Songs aus ihrem aktuellen Album "Nine Ways to Rome" im Gepäck und machten ihre Sache ausgesprochen gut. Auch wenn es nicht hundertprozentig gelang, den Fans einen Chor zum Refrain von "Death or Rebirth" abzugewinnen, so gingen diese aber bei jedem Song richtig gut mit und spendeten ordentlich Applaus. Die Local Heroes, ein meines Erachtens super Support für die Reiter, die nach der Umbaupause unter frenetischem Jubel und "Reiter Reiter ..." Rufen die Bühne betraten.

"Reitermania", ich denke, keine Umschreibung würde treffender bezeichnen, was sich den Rest des Abends im Kasino ereignete. Wer den Begriff "Spielball der Elemente" kennt, der sollte bei einem Reiter Konzert umdenken, denn dort wird mit den Elementen gespielt. Gleich ob Frontmann Fuchs nun Feuer spuckt, oder Ballons mit einem Meter Durchmesser durch die Luft geschubst werden, der Sound die Erde zum Beben bringt, oder die Fans in schweißtreibenden Stagediving Aktionen garantiert einiges an Wasser verlieren, dieser Gig lies keine Zeit zum Verschnaufen, aber welcher Reiterfan will das schon.

Wenn Fuchs Fahneschwingend zur "Revolution" aufruft  oder springend und Rad schlagend auf der Bühne der Schwerkraft trotzt, Dr. Pest im SM Outfit über den Key´s die Peitsche kreisen lässt, Sir G die Drumsticks wirbelt und Volk-Mann und Pitrone moshend die Saiten anschlagen, gibt es kein halten mehr. Zeitweise waren mehr Fans auf der Bühne als Bandmitglieder und die Security schien mir etwas irritiert darüber, das den Reitern das so rein gar nichts auszumachen schien. Auch fand sich ein Fan der willig war, den anderen Fans zu zeigen, wie ihm die Sonne aus dem Arsch scheint.

Zur Belohnung durfte dieser sich dann ein Schlauchbootrennen mit einem anderen Fan, über die Köpfe der übrigen hinweg von der Bühne zum Mischer und zurück liefern. Gabs was zu gewinnen? Eine Belohnung, oder Bestrafung? Leider muss ich da passen, ich war einen Moment lang unaufmerksam diesbezüglich. Allerdings wer weiß schon was Belohnung oder Bestrafung für den einzelnen bedeutet? 

Für eine Konzertbesucherin, die mit Fuchs ein Tänzchen über die Bühne hinlegte, war der darauf folgende Einschluss in Dr. Pests Käfig, der sie auch direkt mit Handschellen an die Gitter kettete, sicher eine Belohnung, auch wenn ein unbedarfter Außenstehender so etwas als Bestrafung deuten könnte. Sie blieb dort jedenfalls bis zum Ende des Konzerts, auch als sie schon längst von den Handschellen befreit war.

Eigentlich muss man einfach dabei sein, um fassen zu können was auf einem Reiter Konzert ab geht, selbst die Fotos in der Galerie können nur ansatzweise vermitteln wie diese Band und ihre Fans eine Einheit bilden und Stimmung machen. Schön das die Reiter es auf den Tag genau nach einem Jahr wieder zu einem Auftritt in die Kammgarn geschafft haben, denn dieser Konzertabend war schlicht und einfach nur genial. Hoffentlich dauert es bis zum nächsten Besuch nicht ganz so lange.

Zur Galerie

Setliste: (ohne Gewähr)

INTRO - VOM ENDE DER WELT
FRIEDE SEI MIT DIR
RIDERS ON THE STORM
GONE
TERRA NOLA
REVOLUTION
SEEMANN
WAHNSINN
SEHNSUCHT
DRUM - SHOW
MMMH
WE WILL NEVER DIE
DU KLEINER WICHT
WENN ICH TRÄUME
REITERMANIA - LUMATRAS
DIE SONNE SCHEINT
GHOSTRIDERS
IRON FIST
DSCHINGHIS KAHN

Weiterführende Links:

Veranstalter - www.kammgarn.de

Homepage der Apokalyptischen Reiter - www.reitermania.de - MySpace - www.myspace.com/reitermania  

Homepage von Divinus - www.divinusmetal.com - MySpace - www.myspace.com/divinusmetal

 

<Ralph Halbleib>

 

Und weil es immer gut ist eine weitere Meinung einzuholen, hier noch ein Bericht:

Die Apokalyptischen Reiter Kaiserslautern 14.09.2007

Nach den grandiosen Sommerfestivals begann für uns nun die Club Saison.

Die Stimmung bei der Vorband Divinus war schon extrem gut, denn ein pogendes Mittelfeld bei einer Vorband ist recht selten.

Nach der obligatorischen Umbaupause und der dazu gehörigen Überbrückungsmusik, u.a. mit Heidi und Biene Maja, die auch dieses mal wieder lautstark mit gesungen wurden, begann die Show der Reiter mit ihrem Gänsehaut verursachenden Intro.

Mit „Friede Sei Mit Dir“ und „Riders On The Storm“ heizten die Reiter dem Publikum so richtig ein. Nach den Songs „Gone“ und „Terra Nola“ sollte auch dem letzten im Club warm geworden sein. Warm genug jedenfalls um eine Revolution anzuzetteln. Danach gingen wir mit dem „Seemann“ auf große Reise. Die eigens auf die Bühne geholte „Seemannsbraut“ wurde alsbald in den Käfig zum Seemann Dr. Pest gesperrt um dort fachmännisch geknebelt und gefesselt zu werden. Mit „Sehnsucht“ im Herzen genossen wir die Drum Show in vollen Zügen. Nach der energiegeladenen Drum Show erwartete uns ein Song über die Macht der Natur die es schafft aus einem mächtigen Felsen auf seinem Weg zum Meer ein kleines Sandkorn zu machen.

Das wir niemals sterben wollen solange es noch so geniale Reiter Konzerte gibt liegt doch wohl auf der Hand. Nach erreichen der Unsterblichkeit waren wir soweit um beim „Kleinen Wicht“ mal richtig durch zu drehen. Passend zum Wicht gab es was zum spielen, aber hey wo bleiben Spannung und Schokolade?

Nach dem Ballspiel beim Wicht ging es weiter mit der absoluten „Reitermania“.

Zwischenzeitlich ereilte uns der „Wahnsinn“ leider wissen wir nicht mehr genau wann.

Das uns die „Sonne aus dem Arsch scheint“, zumindest ab und zu, wissen wir, einer der zwei freiwilligen auf der Bühne trat den Beweis an in dem er seine nackte Kehrseite formvollendet dem Publikum präsentierte (Haltungsnote: 6,0).

Die Haltungsnoten beim Schlauchbootrennen übers Publikum ließen dann doch schwer zu wünschen übrig.

Beim letzten Song „Iron Fist“ gaben sowohl Publikum als auch Band noch einmal alles.

Nach einer kurzen Verschnaufpause und lautstarken Zugaberufen wurde die wartende Meute mit „Ghostriders in the Sky“ erlöst.

Nach anfänglichem Unmut seitens des Gitarristen wurde nach einigem Bitten und Betteln seitens des Sängers dann doch wieder „Dschinghis Khan“ gespielt.

Zum Abschluss bleibt uns nur noch zu sagen es war heiß, es war genial, einfach super gut. Um es kurz machen „Wir kommen wieder keine Frage“.

Für euch unterwegs: Anette & Renata Goldschmidt