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Mittelalterlich Spectaculum, Lich, 06.05.06

Wie schon in den vergangenen Jahren hatte sich der Tross des „Mittelalterlich Spectaculum“ einmal mehr im wunderschönen Schlosspark von Lich eingefunden, um ein Wochenende lang das Volk mit Spektakel, Marktständen, Ritterturnier und natürlich auch viel Musik zu unterhalten.

Der Samstag wartete mit schönstem sonnigem Frühjahrswetter auf – eine angenehme Abwechslung zu manch einer verregneten Veranstaltung der Vergangenheit.

Immer wieder angenehm weitläufig sind die Gelände, die Gisbert Hiller für sein Spectaculum auswählt; und so gibt es selten das unangenehme Gedränge und Geschiebe manch anderer Veranstaltung, so dass der Besucher in aller Ruhe die verschiedenen Stände inspizieren kann, an denen Händler ihre Waren feilbieten, oder Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen kann.

Volles Programm gab es vom Nachmittag bis in den späten Abend auf den beiden Bühnen – insbesondere auf der großen Marktbühne, auf der Cultus Ferox und die Streuner für die musikalische Unterhaltung sorgten, immer wieder abgelöst von Pill und Pankratz mit ihren humorigen Darbietungen, die auch nach mehrfachem Genuss nicht langweilig werden.

Einen Nachteil jedoch hat ein solches Non-Stop-Programm auf einer Bühne, insbesondere, wenn es vor selbiger auch noch ausreichend Sitzgelegenheiten gibt: Man ist geneigt, einfach dort sitzen oder stehen zu bleiben und die Darbietungen der Künstler zu verfolgen, und vergisst darüber ein wenig die Tatsache, dass es auch noch einiges anderes zu sehen und zu hören gibt.

Und abends, nach Einbruch der Dämmerung, entfaltet ein Feuerspektakel einen besonderen, geradezu archaischen Reiz, vor allem, wenn es so virtuos dargeboten wird wie von „Spiral Fire“.

Petra Lindner