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650 Jahre Stadtrechte Bacharach, 07.05.2006

Bacharach am Rhein gehört mit seinen engen Straßen und Gassen und den alten Fachwerkhäusern sicherlich zu den malerischsten Orten im Mittelrheintal, das völlig zu Recht zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt worden ist.

Die Verleihung der Stadtrechte vor 650 Jahren ist für die Stadtväter Anlass genug, dieses Ereignis mit einem umfangreichen Kulturprogramm, das bis in den Dezember reichen wird, zu zelebrieren.

Den Auftakt machte am ersten Maiwochenende ein mittelalterlicher Markt in den romantischen Gassen der Altstadt unterhalb der Burg Stahleck und in den Rheinanlagen.

Das Wetter zeigte sich ebenso wie die Stadt in Feierlaune, bei angenehmen Frühlingstemperaturen und strahlendem Sonnenschein ließ es sich vortrefflich zwischen den Markständen flanieren, die eine erfreulich große Vielfalt an Waren und Handwerken boten.

Im Gegensatz zu manchen lieblos zusammengeschusterten Veranstaltungen hatte man sich in Bacharach wirklich Mühe gegeben und einen sehr schönen und abwechslungsreichen Markt zusammengestellt, und die historische Atmosphäre des Ortes trug natürlich das Ihrige dazu bei, den Besucher in vergangene Zeiten zu versetzen. Nur dem Nyckelharpa-Spieler, der seine Weisen vor dem „Alten Haus“, einem der Wahrzeichen der Stadt, zum Besten gab, hätte man im Vorfeld empfehlen sollen, dass neuzeitliches Schuhwerk zur Gewandung nicht unbedingt professionell wirkt.

Oft hat man auf Märkten das Gefühl, alles gesehen zu haben, wenn man eine einzige Runde über das Gelände gedreht hat; hier jedoch entdeckte man auch beim zweiten oder dritten Hinschauen immer noch etwas Neues – ob Kräuterstand oder Schreibwerkzeug, und ja, auch Koprolithen (fossile Scheißhaufen), dem Besucher bot sich eine spannende Auswahl an Waren und Handwerken.

Petra Lindner