Letzte Instanz – „Ins Licht“-Tour – Schlachthof Wiesbaden 03.11.2006

Am 03.11.2006 fanden Letzte Instanz wieder einmal den Weg nach Wiesbaden. Zusammen mit dem angekündigten Support von Schattentantz auf jeden Fall Grund genug, sich in die hessische Landeshauptstadt zu begeben.

Leider stellte sich nach meiner Ankunft dort heraus, das Schattentantz leider abgesagt hatten. Schade, denn ich hatte die Jungs auch lange nicht mehr live gesehen. Nun ja, Hauptsache Letzte Instanz waren da und schließlich waren die meisten der Fans in der proppenvollen Räucherkammer des Schlachthofs ihretwegen erschienen.

Mit 22 Songs, Zugaben inklusive, im Gepäck und dem Opener "Unerreicht" vom neuen Album "Ins Licht" war die Stimmung von Anfang an auf höchstem Level, weshalb die Frage von Frontmann Holly nach eben dieser rein obligatorisch erschien. Die Fans wussten, weswegen sie hier waren, es wurde getanzt, mitgesungen, zum Teil überließen es Letzte Instanz dem Publikum, ganze Passagen ihres Liedguts vorzutragen, was dann mit einer überzeugenden Textsicherheit durchgeführt wurde. Einzig beim Hüpfen und Springen konnte wohl keiner der Gäste den Violinisten M. Stolz übertreffen, der sich aber auch der niedrigen Deckenhöhe in der Räucherkammer wohl bewusst war.

Der Sound war sehr gut, man konnte jederzeit die ausgefeilten Texte sehr  gut verstehen, die Holly nebst Gitarrist Holly D. vortrugen, auch die Instrumente wurden bestens abgemischt und bis auf einen kleinen Aussetzer bei Gittarist Oli gab es keine technischen Probleme. Auch das Licht war entgegen meinen Erwartungen bestens, hatte ich doch schon so manche Band im Schlachthof im Düsteren vor sich hindümpeln sehen. Diesmal wusste man wohl, dass die Fans eben gekommen waren, um ihre Band zu SEHEN und nicht nur zu hören, und diejenigen, die Fotos machen wollten, kamen sicher auf ihre Kosten. Deswegen hier mal ein Kompliment an das Technikteam.

Letzte Instanz spielten neun der dreizehn Tracks des neuen Albums und natürlich jede Menge Klassiker der vorangegangenen Alben, und Holly überraschte bei Rapunzel, indem er plötzlich einige Passagen von „Jailhouse Rock“ in bester Rock’n’Roll-Manier einbrachte und dann nahtlos wieder zum eigentlichen Text fand. Den Abschluss machte „Sandmann“, bei dem die Fans den Refrain solange weitersangen, bis nach und nach die Instrumente der Band sachte verklangen. Ein wirklich absolut gelungener Konzertabend fand somit ein geniales Ende.

Bleibt mir nur noch die Setlist, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Intro + Unerreicht
Sonne
Ohne Dich
Tanz
Das schönste Lied der Welt
Kopfkino
Kalter Glanz
Bittere Nacht
Medusa
Agonie
Krieg der Herzen
Das Gewissen
Wir sind allein
Das Stimmlein
Mein Todestag
Sprachlos
Silber im Stein
Jeden Morgen
Singt Haleluja
Für immer und ewig
Rapunzel
Sandmann

Ralph Halbleib