Tourbericht Letzte Instanz, Matrix Bochum am 28.03.2009

 

Nicht einmal ein Jahr nach der Akustik-Tour zu „Das weiße Lied“, Anfang 2008 und dem Kurz-Trip zur Jubiläum mit Schandmaul im Herbst letzten Jahres, sind die sieben Jungs von der Letzten Instanz schon wieder auf Achse. Diesmal mit „Schuldig“ im Gepäck.

Der vierte Longplayer mit Sänger Holly kommt rockiger denn je daher. 13 Songs voll von tiefgründigen Texten, wie wir es gewohnt sind. 13 Songs, von denen 10 während der mehr als zweistündigen Show gespielt werden.

Der neunte Tourtag und damit „Halbzeit“ in der Matrix.

Bochum-Support war Silent Poem aus Dresden, welche schon die letzte Tour der Instanz mehr als bereichert haben. Sie warteten mit einem bunten Repertoire ihres Könnens auf und heizten den Massen schon mal richtig ein.

Als die Klänge des Album-Intros „Mea Culpa“ ertönen, begeben sich die Herren alle an ihre angestammten Plätze.

Zu den Tönen von „Engel“ geht dann auch das Licht an und gibt den Blick auf das neueste Cover der Platte, den schwarzen Engel frei, welcher sich überlebensgroß hinter Specki und seinen Drums türmt. Was könnte besser zu diesem Titel passen?

Die Outfits der Band sind wunderbar aufeinander abgestimmt, alles wirkt optisch viel harmonischer. Die Band scheint sich wahrlich gefunden zu haben.

Neben den eben erwähnten vielen neuen Stücken, werden die schönsten der vorangegangen Alben gespielt, wie z. B. „Tanz“, „Ohne Dich“, „Kopfkino“ oder „Das schönste Lied der Welt“.

Die Zwischenansagen von Holly sind kurz und humorvoll, die Stimmung bei Band und Publikum könnte besser nicht sein. Die Matrix ist voll an diesem Abend und die Texte sind alle auswendig gelernt (auch wenn es hier und da zu einigen Schwierigkeiten kommt, und man schon mal eine Textzeile nicht zu 100% wiedergeben kann, wie bei „Sonne“, was für fröhliches Gelächter sorgt).

Von Müdigkeit ist bei der Band nach bereits acht Shows nichts zu spüren.

Fast zwei Stunden dauert es, danach gehen sie von der Bühne. Wie selbstverständlich hallen die „Zugabe“-Rufe sofort durch den Keller der Matrix. Und die werden natürlich erhört.

„Ganz oder gar nicht“, „Kalter Glanz“ und, wie könnte es anders sein, „Rapunzel“ werden zum Besten gegeben. Letzteres dieses Mal „verschönert“ mit dem Riesenhit von Billy Idol „Rebel Yell“. Wunderbar.

Aber noch haben wir lange nicht genug von den Herren. „Wir sind allein“ folgt auf dem Fuße und auch während dieser Tour endet die Show mit „Sandmann“, mit welchem wir dann alle in die Nacht geschickt werden.

Fazit des Abends: die Show ist grandios, die Songs wunderschön und die Stimmung außergewöhnlich gut.

Jeder, der die Möglichkeit genutzt hat, sich eine der Shows anzusehen und zu hören wird dies mit Sicherheit bestätigen.

Freuen wir uns auf den Festival-Sommer, wo wir die Instanz auf einigen der vielen Events noch einmal hören können. Ich könnte es immer wieder tun!

 

Katrin Götze