Hier geht es zu den Bandbildern von Cultus Ferox und Saltatio Mortis

Hunsrück Highland Games am 20.05.2006 in Sohren

 

Einem echten Highlander kann wahrhaft schottisches Wetter nichts anhaben – und demzufolge zeigten sich die Teilnehmer der diesjährigen Hunsrück Highland Games auch weitgehend unbeeindruckt von dem teilweise strömenden Regen, der nur selten einmal einigen Sonnenstrahlen Platz machte.

Bereits zum neunten Mal fanden die Highland Games in der Hunsrück-Gemeinde Sohren statt, mit unglaublich viel Einsatz der ausnahmslos ehrenamtlichen Helfer auf die Beine gestellt. Über 450 Teilnehmer aus ganz Deutschland hatten sich eingefunden, um sich in den Wettkämpfen zu messen, die an diesem Tag zum Teil zu einer Schlammschlacht mutierten, die der guten Laune der Mitwirkenden aber keinen Abbruch tat.

Selten wohl sieht man so viele gestandene Mannsbilder in Röcken; doch auch Frauenteams waren vertreten, um den „Dudel“, den Preis, der den Siegern winkte, einzuheimsen.

Um Viertel nach sieben am Abend war es dann so weit, die Bürgerhalle war mit Highlandern und den Besuchern des abendlichen Festivals rappelvoll. Aufgrund technischer Probleme wurde das Programm etwas umgestellt und die Irish-Dance-Gruppe „Dancin’ Fire“ trat auf. Leider spielte auch hier die Technik nicht ganz mit, und so setzte die Musik zwischendrin immer wieder aus. Doch die jungen Damen machten ihre Sache trotz dieser Widrigkeit gut und wurden mit dem entsprechenden Applaus belohnt.

Nun konnte auch die Preisverleihung losgehen, und zum Teil schlammbesudelte Highlander (von denen einige wohl auch schon dem guten Guiness zugesprochen hatten) konnten ihre Preise in Empfang nehmen.

Zwischendrin sorgte immer wieder die Trommel- und Feuer-Performance-Truppe Tamburo Indiavolato mit kurzen, aber spektakulären Einlagen für Aufsehen, bevor St. Gangolf’s Pipes & Drums mit schottischen Dudelsackklängen das abendliche Musikprogramm eröffneten.

Diese Klänge waren offenbar auch für Musikerkollegen von Interesse, den zwischendrin waren immer wieder Mitglieder von Tanzwut zu sichten, die sich diesen Auftritt ansahen.

Feinen Irish Folk boten im Anschluss Sceale Eile, die mit den beschwingten Melodien das Publikum zum Tanzen und Mitklatschen brachten, bevor mit The Seer eine gestandene Folkrock-Band aus Augsburg loslegte und die Zuschauer in ihren Bann zog.

Höhepunkt zu später Stunde um 0:30 Uhr schließlich Tanzwut, auf die viele schon sehnlich gewartet hatten. Noch einmal gab die Band zum Abschluss ihrer „Schattenreiter“-Tour alles, fand eine gelungene Mischung neuer und alter Stücke, und ein besonderes Schmankerl war der Auftritt der hinreißenden Krankenschwester Bärbäl bei „Der Arzt“ – so sieht also die Gesundheitsreform aus!

Erst in den frühen Morgenstunden verließen die Besucher nach und nach die Halle, und es bleibt abschließend ein großes Dankeschön zu sagen an die Veranstalter, stellvertretend für alle anderen an Manni und Helmut, die mit ihrer herzlichen und hilfsbereiten Art dafür sorgten, dass man sich auf dem Fest wie zu Hause fühlte – möge es für die Lebenshilfe Kastellaun eine große Spende erspielt haben.

 

Petra Lindner