Hexentanz Bostalsee 02. & 03.05.2008

 

 

Bereits zum dritten Male jährte sich das Hexentanz-Festival, zum zweiten Mal am schönen Bostalsee. Dass der See in diesem Jahr wegen Baumaßnahmen kein Wasser führte, störte dabei weniger die Festival-Besucher als eher die sonst wohl zahlreichen Aktivurlauber und sei deshalb nur am Rande erwähnt.

Dennoch ist die Location rund um den See immer wieder schön zu sehen. Und nach den beiden fulminanten Jahren davor, welche durch hochkarätige Bands gekennzeichnet waren, durfte man gespannt darauf sein, was in diesem Jahr wieder aufgeboten werden würde.

Und das Line-up konnte sich sehen lassen!

Am ersten Tag des Wochenendes, welches 2008 bereits am Freitag startete, traten neben Coppelius und Feuerschwanz, die schon im Jahr zuvor das Festival musikalisch begleitet hatten, auch Saltatio Mortis und Corvus Corax vier bereits bekannte Bands in Erscheinung.

Ingrimm, die den musikalischen Tag gegen 15:00 Uhr einläuteten, und Nachtgeschrei im Anschluss zeigten allerdings eine nicht minder überzeugende Darbietung, hatten es jedoch ein wenig schwerer, die Massen mitzureißen. Nachtgeschrei hatten ihre erste Scheibe „Hoffnungsschimmer“ musikalisch im Gepäck (inzwischen kann man diese auch käuflich erwerben), welche durchweg hörenswert ist, und man darf sehr gespannt sein, was die Jungs aus Frankfurt noch alles so zu bieten haben!

Eines der schönsten Highlights an diesem ersten Tag war wohl der Heiratsantrag eines gewissen Carsten Fischer während des Auftritts von Coppelius. Unsinnig zu erwähnen, dass jene Auserwählte bei diesem nicht „nein“ sagen konnte. Den beiden recht viel Glück!

Saltatio Mortis gaben als direkter Support als vorletzte Band ihre neue Scheibe „Aus der Asche“ zum Besten, welche eine echte Weiterentwicklung der Band darstellt.

Corvus Corax als Headliner haben dann noch einmal alles gegeben. Es war eine Freude, den Jungs zuzuhören und vor allem zuzusehen. Eine Show, wie man sie einfach nicht besser machen kann! Da hat es sich gelohnt, in der Kälte auszuharren, denn das durfte man sich einfach nicht entgehen lassen!

Und die eben erwähnte Kühle stellte den einzigen Wehmutstropfen an diesem ersten Tag dar. Das Wetter wollte einfach nicht so recht mitspielen. Sintflutartige Regengüsse überraschten die Besucher den ganzen Vormittag und hörten erst am Nachmittag auf. Da sich Sonne nicht wirklich durch die Wolken schieben konnte, blieb es allerdings sehr schattig und man war gut damit beraten, sich vor den letzten Acts ein wenig wärmer einzupacken.

Sehr wichtig zu erwähnen, dass es auch in diesem Jahr einen sehr schönen Mittelaltermarkt rund um das Gelände der Bühne zu bewundern und besuchen gab, der sogar ein klein wenig größer erschien als im letzten Jahr. Auf diesem wurden wieder allerlei schöne Dinge feilgeboten und kaum einer ist an diesem Wochenende ohne eine Kleinigkeit nach Hause gefahren.

Am Samstag erfuhr das Wetter eine erfreuliche Besserung. Man wachte schon bei schönstem Sonnenschein auf, was diejenigen, die nicht das Glück hatten und ein Hotelzimmer bewohnen durften, sondern sich in den Zelten um den Plan tummelten, sehr freuen durfte.

Die Sonne hielt sich den ganzen Tag und man tat gut daran, sich mit Sonnencreme einzureiben, was einige, die dies nicht taten, bereits am Mittag sehr bereut haben dürften.

Musikalisch wurde dieser Tag mit Volkstrott eingeläutet, deren bekanntestes Stück „Zu schön“ sein dürfte und welches so richtig schön Stimmung verbreitete.

Die Pussybats als zweite Band des Tages gaben alles. Auch hier ist inzwischen die erste Scheibe auf dem Markt, die sich „Miss Purgatory“ nennt und man mag den Vieren alles Gute und viel Erfolg dafür wünschen.

Mit Scream Silence gab es die erste „richtige“ Gothic-Band an diesem Wochenende zu bewundern. Wunderschöne Melodien, die ebenso wunderschön stimmlich untermalt wurden.

Die nächste Band im Reigen waren Die Apokalyptischen Reiter. Eine herrliche Truppe, die ein wenig mehr Rock in die Show brachte und die sanften Töne der Vorband vergessen machte. Sänger „Fuchs“ gab eine wunderbare Show und machte eine junge Dame aus dem Publikum wahrscheinlich zur Glücklichsten an diesem Tag, denn wer hat schon die Chance, mit diesem doch sehr imposanten Mann das halbe Konzert auf der Bühne verbringen zu dürfen? Es wurde sehr viel Schabernack getrieben, als zum Beispiel bei „Reitermania“ die obligatorischen Schlauchboote ausgepackt wurden und das Publikum aufgefordert wurde, überzusetzen, natürlich mit kleiner „Crew“ an Board!

Diary of Dreams, die Band im Anschluss an die Umbaupause, die in diesem Jahr mit schöner Musik untermalt wurde, war mein kleines persönliches Samstags-Highlight. Traumhaft schöne schwarze Klänge, wunderbar vorgetragen, einfach himmlisch!

Das musste und konnte dann nur vom Headliner des Abends Subway to Sally überboten werden.

Gegen viertel nach elf war dann alles vorbei und die Abbauarbeiten gingen schnell vonstatten, sodass sich der Plan sehr schnell leerte.

Der Sound 2008 war um ein Vielfaches besser als im Jahr zuvor, großes Lob an dieser Stelle dem oder den Verantwortlichen.

Das gesamte Festival ging ohne größere Komplikationen vorüber. Die Organisation ließ keine Wünsche offen.

Alles in allem durften die Zuschauer und Zuhörer zwei wunderbare Tage erleben, die alles boten, was man sich vorstellen konnte.

Es gab reichlich zu essen und zu trinken und die Ohren wurden gleichermaßen verwöhnt; was will man mehr! Die Freude, was uns im nächsten Jahr erwarten mag, ist groß und bis dahin alles Gute!

 

Katrin Goetze