FAUN “Totem Tour” in der Kammgarn in Kaiserslautern am 16.03.2007

 

Auf dem Gelände der Kammgarn angekommen, erwartete mich gleich eine Überraschung. Am Eingang zum gemütlichen Cotton Club konnte man lesen, das das Konzert ins Kasino verlegt wurde.

Da ich bezweifelte, es könne ein technisches Problem vorliegen, weswegen man kurzfristig ins Kasino umziehen musste, konnte es nur einen Grund haben: Der Vorverkauf lief besser als erwartet.

Und ja, der Platz vor der Treppe zum Kasino füllte sich zusehends mit Fans und als Angelika Kuhn vom Kammgarn Team, die Pforten pünktlich um 19:30 öffnete, konnte man ein erstauntes “ui, schon so viele Leute da” vernehmen.

Zügig begab man sich ins Foyer um vor dem Konzert noch den einen oder anderen Drink zu sich zu nehmen, und auch der Merchstand der Faune wurde sogleich rege frequentiert.

Gegen 20:00 konnte man dann auch ins Kasino und kurz nach halb neun betrat Niel Mitra die Bühne um sofort hinter seinem Laptop wieder zu verschwinden. In der Tat, aus den vorderen Reihen ist es ist schwierig, Niel während des Konzerts zu Gesicht zu bekommen, zumindest aus dem mittleren Bereich vor der Bühne.

Das Konzert begann mit dem mystischen “Gaia“ gefolgt vom treibend beschwörenden “Rad”, beides Stücke der aktuellen CD “Totem” und gleich war eines klar, an der Akustik gab es absolut nichts zu bemängeln, hier schon einmal einen Dank an die Technikcrew. Auch das Licht war durchweg sehr stimmungsvoll und obwohl es zum fotografieren zum teil schon zu düster war, es passte einfach perfekt zur Musik und erzeugte ein Ambiente, wie man es sich bei einem Faun Konzert wünscht.

Neben den neuen Liedern wurden natürlich auch die bekannten Klassiker der voran gegangenen Alben gespielt. Eine gelungene Mischung aus rhythmischen Tanzstücken und sanften Balladen und die recht lustigen Einleitungen von Oliver Sa Tyr versüßten einem begeisterten Publikum, das jedem einzelnen Song einen riesigen Jubel folgen lies, den Abend.

Lisa und Fiona bezauberten mit ihren wunderbaren Stimmen, Rüdiger Maul trieb die Fans mit seinen Trommeln an, Niel Mitra sorgte für die sphärischen und mystischen Klangelemente und Oliver ging , egal ob an der Bouzouki oder Nickelharpa, richtig ab.

Einzig beim sensiblen spielen der Harfe, von der Oliver behauptete, dass sie richtig gestimmt eines der wohlklingendsten und beim hören entspannendste Instrument sei, sie aber ungestimmt das genaue Gegenteil bewirke, gönnte er sich eine kleine Verschnaufpause. Natürlich fanden auch Flöten und Dudelsack ihren Platz in der Klangwelt, in die Faun das Publikum entführte.

Gegen Ende des Programms war es im Kasino schon mächtig warm, doch das hielt die Fans nicht davon ab, eine Zugabe nach der anderen zu fordern. Eigentlich sollte die dritte Zugabe, “Der stille Grund”, den sanften Abschluss dieses genialen Konzerts bilden, doch auch nach diesem nur von Fiona und Lisa vorgetragenen a cappella Stück gab das Publikum noch keine Ruhe und als der Rest der Band noch einmal auf die Bühne zum verbeugen kam, lies man sie nicht ohne eine weitere Zugabe von selbiger wieder herunter.

Mit “Punagra” vom Album “Licht” endete dann schließlich das zweistündige Konzert.

Anschließend gaben die Faune im Foyer noch Autogramme und plauderten mit den Fans.

Fazit: Ein wunderbares Konzert das wohl niemand der dort war, missen möchte.

SETLIST

INTRO / GAIA
RAD
DA QUE DEUS
TAGELIED
ANDRO
2 FALKEN
KARUNA
CUNCTI SIMUS
ROSMARIN
WIND & GEIGE
SATYROS
IYANSA
TINTA

RHIANNON
SIRENA
DER STILLE GRUND

PUNAGRA

<Ralph Halbleib>