Die Tour zum Album „Sünder“ verlief im letzten Jahr sehr erfolgreich. Da ich leider vor einem halben Jahr nicht konnte ließ ich mir das Konzert nun im beschaulichen Eventschlößchen Pulp natürlich nicht entgehen. Nach einem Interview, welches ihr am Ende des Konzertberichtes nachhören könnt, ging es dann ab in die Höhle des Löwen und die war richtig gut gefüllt.

 

Den Support-Slot übernahm bei dieser Tour DIE SO FLUID. Die Band aus England, die sich aus Frontfrau „Grog", Mr. Drew und Al Fletcher zusammensetzt heizte dem Publikum direkt von Anfang an ein. Man benötigte zwar eine Zeit bis der Sound zündete, aber dann war man regelrecht begeistert. Ihr Sound, der die unterschiedlichsten Stile aus Post Grunge, Alternative Rock und Metal enthält ist zwar nicht gerade die Richtung die EISBRECHER einschlägt, aber sie kamen sehr gut beim Publikum an.

 

Auch mir gefiel Rockröhre „Grog“ ausgesprochen gut, denn sie hat wirklich nichts mit den herkömmlichen Female-Fronted Bands zu tun, denn sie rockt richtig. Das ausverkaufte Pulp begann zu Kochen und die Siedetemperatur wurde bis zum Ende des Auftritts von DIE SO FLUID gehalten. Starker Auftritt von einer Band welche die Genres sprengt.

 

Nach einer guten halben Stunde stach dann der EISBRECHER in See. Wie gewohnt zog Sänger Alexx Wesselsky nicht nur die Zuschauer in der ersten Reihe, sondern alle im ausverkauften Pulp mit dem ersten Song „Kann denn Liebe Sünde sein?“ in seinen Bann. Es herrschte sofort eine tolle Stimmung. Angeheizt durch die Kommunikation on Alexx mit den Besuchern steigerte sich dieses auch noch. Musikalisch boten EISBRECHER einen Querschnitt aus ihren Alben.

 

Als die weiblichen Fans riefen: „Ausziehen!“ antwortete Alexx ganz trocken, dass es wohl heute nichts damit werden wird, denn die Weihnachtsplätzchen hätte er noch nicht abtrainieren können. Trotz allem legte er Teil für Teil während der Show ab und das zu Recht, denn die Temperatur schnellte doch in der Halle ziemlich schnell nach oben. Alle sangen zu Songs wie „Herzdieb“, älteren Stücken wie „Vergissmeinnicht“ oder „Herz Steht still“ aus Leibeskräften mit.

 

Die Show bewies eindeutig das EISBRECHER eine tolle Liveband ist, die auch den Besuchern in den Letzten Reihen erreichte. Das Konzert bescherte uns allen einen imposanten Abend der nach mehr verlangt. Nach über 90 Minuten und einigen Zugaben war dann leider Schluss, aber bald sieht man sie ja wieder, auf irgendeinem Open Air.

 

Fazit dieses tollen Konzerts: Gut das es noch Bands wie EISBRECHER gibt und was unser Checker auch macht, es kommt an.

Story und Interview: Gisela