Cultus Ferox, Wuppertal, LCB, 09.11.2006

 

 

Nur ein einziges Konzert auf einer Cultus-Ferox-Tournee zu besuchen – das geht natürlich überhaupt nicht, und so stand eine Woche nach Bonn auch noch das Konzert in Wuppertal auf dem Programm.

Der Veranstaltungsort war diesmal mit Navigationssystem und ohne größere Umwege erreicht und das sogar noch pünktlich, auch wenn sich diverse Kunden allergrößte Mühe gegeben hatten, ein rechtzeitiges Eintreffen meinerseits zu verhindern.

In Wuppertal standen nicht allein Cultus Ferox auf dem Programm; den Abend eröffnete die charmante und charismatische Sängerin Amber mit der Formation Rabenflug, die dem Publikum vom Auftritt im vergangenen Jahr offenbar in guter Erinnerung geblieben war, als die Band im Live Club Barmen gemeinsam mit Saltatio Mortis aufgetreten war.

Eine gelungene Mischung aus Rockelementen, zarten Flöten, abwechslungsreichen Melodien zwischen tanzbar und melancholisch und natürlich der durchaus beeindruckenden Stimme Ambers brachte schnell Stimmung in den kleinen Club, und wer die Gelegenheit hat, sollte sich diese Band ruhig einmal anschauen bzw. anhören – es lohnt sich!

Dergestalt bereits in Stimmung gebracht, fiel es den Zuschauern natürlich nicht sonderlich schwer, den Haupt-Act des Abends mit dem entsprechenden Jubel zu begrüßen, als zwischen Nebelschwaden die Piratenbesatzung des Ferox-Schiffs die Bühne betrat, um nach dem Intro erneut mit dem „Blinden Sänger“ einen mitreißenden Konzertabend zu eröffnen.

Gut gelaunt und spielfreudig präsentierten sich auch an diesem Abend die Berliner kurz vor Ende der Rum-Tour, mit der gleichen Energie, die vor nunmehr fast 3 Jahren für das erste überraschende Aha-Erlebnis in Dortmund gesorgt hatte.

Gut gelaunt auch das Publikum, das mittanzte und -sang, was das Zeug hielt, und die Band zum Ende des Abends hin noch zu mehreren Zugaben nötigte, die diese auch bereitwillig ablieferte.

Erneut war es eine gelungene Mischung aus bewährten Markt-Tänzen und neueren Rocknummern, die das Programm des Abends ausmachten, und man hatte den Eindruck, dass auch nach fast zwei Wochen auf Achse quer durch die Republik die Musikanten immer noch unbändige Freude an den Live-Auftritten hatten.

Und so bleibt denn als Fazit die Erkenntnis, dass man sich schon jetzt auf die ersten Mittelaltermärkte des kommenden Jahres freuen darf, wenn es dann wieder Segel setzen heißt für die wilde Truppe.

 

PS: Und wer sich einen ersten Eindruck der Vorband Rabenflug verschaffen will, der kann dies tun unter: www.rabenflug.com.  

 

Petra Lindner