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Corvus Corax, Wäschenbeuren, 18./19.07.2006

 

Es bleibt dabei – das Wäscherschloss ist der schönste Veranstaltungsort für mittelalterliche Musik Deutschlands, ein Titel, den es sich längst nicht mehr verdienen muss und den ihm so schnell auch niemand streitig machen wird.

Umso erfreulicher, dass in diesem Jahr auch die Wettergötter einmal mitspielten und Burgherren, Besuchern und Band zu den beiden Corvus-Corax-Konzerten trockenes Sommerwetter bescherten.

Sicher, auch Regen hätte der guten Stimmung im Burghof kaum Abbruch getan, doch bei Temperaturen, die in den Abendstunden angenehm wurden, ließ es sich zu den Klängen der Raben natürlich noch viel trefflicher tanzen und feiern.

Mitgebracht hatten Corvus Corax auch einen Novizen – Jordon, der anstelle des ausgeschiedenen Meister Selbfrieds die Band unterstützte und von den Fans sofort freundlich aufgenommen wurde.

Bestimmt ist es auch der ganz besonderen Atmosphäre des Schlosses und der Herzlichkeit von Paul und Thomas Kaisser zuzuschreiben, dass Spielleute und Publikum sich hier heimisch fühlen und die Musikanten stets alles geben.

Neben Bekanntem gaben Corvus Corax auch einige Stücke vom aktuellen Album „Venus Vina Musica“ zum Besten, die bei eingefleischten Fans bereits schon ebenso bekannt waren wie die Lieder der älteren Alben, und mit reichlich guter Laune spielten sich die Berliner an beiden Abenden nicht nur durch ihr Set, sondern auch durch die stürmisch geforderten Zugaben.

Fazit: Wer ganz besondere Konzerte erleben möchte, der sollte auch eine eventuell weitere Anreise nach Wäschenbeuren nicht scheuen, die einzigartige Atmosphäre und die daraus resultierende gute Stimmung machen jeden Weg wett.

 

Petra Lindner