Amphi-Festival – der Sonntag
 

Noch leicht derangiert schälte ich mich am Sonntag aus dem Bett, ich spürte meine Beine wieder und konnte mich zu einer mittel-intensiven Styling-Session aufraffen. Während ich ein paar Tomatensoßennudeln in mich stopfte, die bis Mitternacht satt machen sollten, war meine bessere Hälfte damit beschäftigt, unseren Regenschirm zu besprechen, dass er sich schließen lässt. Zwischen die Speichen hatte er Würstchen gesteckt und nun zeigte der dumme Schirm sich wehrhaft. Jaja, die Festivalpreise lassen einen mental wieder 16 werden und Essen aufs Gelände schmuggeln.

Wir machten uns früh auf den Weg, um die erste Band der Mainstage, die Mediaeval Baebes, anzuschauen. Als wir die Security passierten, ertönten schon die ersten Klänge, aber wir mussten uns mühsam an einer Horde Leute vorbeidrängen, die sich am Autogrammzelt angestellt hatten. Auf die Frage, wer denn so wichtig sei, erhielten wir die ehrfürchtig geflüsterte Antwort: Unheilig. Weder die Ehrfurcht noch die Autogrammstunde konnte ich verstehen. Schließlich spielte der Graf (blaues Blut, verstehste?!) dieses Jahr gar nicht auf dem Amphi, worüber ich alles andere als böse war. Offensichtlich hat Unheilig, eigentlich verdient diese Band es nicht mal, kursiv geschrieben zu werden (und auch nicht, Band genannt zu werden), einen guten Draht zum Veranstalter. Aber dazu später mehr.

Ich ging zur Bühne, besonders viel war zu dieser Tageszeit noch nicht los. Mein erster Eindruck war, dass da ein paar bessere Chormädchen auf der Bühne standen. Nach einer anfänglichen Skepsis konnten mich die sechs Frauen sehr schnell verhexen und in ihren Bann ziehen. Sie waren alle in dunkelgrüne Kleider gekleidet, mit einem Ausschnitt bis zum Bauchnabel, sahen alle unverschämt gut aus, wussten das auch und spielten spürbar damit. Die Mediaeval Baebes, einen passenderen Namen kann man sich für das englische Ensemble nicht vorstellen, sangen mehrstimmige Lieder a capella, begleitet von dumpfen, rhythmischen Trommeln. Ab und zu nahmen sie eine Violine oder Flöten zur Hand, wobei sie von Piccolo bis Knickbass alles dabei hatten. Bei den verspielten Tänzchen, die sie zwischendurch barfuß einlegten, bewegten sie sich hart an der Grenze der Schwülstigkeit, aber letztlich konnte man ihnen noch abnehmen, dass sie das alles taten, weil es ihnen wirklich Spaß machte. Dazu passt auch, dass die Band sich gründete, nachdem sie auf einem Hexentanzplatz gemeinsam gesungen und getanzt hatten, bis es so stark gewitterte, dass sie aufhören mussten. Kurz vor Ende des Konzertes wurde das Wort ans Publikum gerichtet und mit einem sehr charmanten Deutsch-Englisch-Mix erneut um den Finger gewickelt. Das deutsche Wort, das die Mädels kannten, hieß wunderbar“ und sie bauten es überall ein, wo sie nur konnten. Sie luden zur Autogrammstunde ein „if you enjoyed our wunderbar concert“ und priesen ihre „wunderbar music at the merchandise tent“ an. Artig bedankten sie sich zu Ende des Konzerts und gingen lächelnd von der Bühne. Ich ging lächelnd in die andere Richtung, froh darüber, den Hinweis bekommen zu haben, dass die Mediaeval Baebes interessant seien.

 

Bis zum Auftritt der nächsten für mich interessanten Band hatte ich noch etwas Zeit, die ich nutzte, mir die Stände auf dem Gelände genauer anzuschauen. Xtra-X hatte sich wieder auf der großen Insel im Zentrum des Areals breit gemacht und bot seine Mainstream-Gothic-Klamotten und
-Attitüde der Masse feil. Wie nicht anders zu erwarten, gab es wieder Kleidchen, Korsetts und Tüllröckchen wahlweise in kariert, gepunktet, schwarz uni oder im Military-Style. Wie immer auch in den abnormen Größen bis 4XL. Es wurde ja die Vermutung geäußert, Xtra-X hätte so viele X im Namen, weil sie auch die Kunden mit vielen X bedienen können, aber wer will schon lästern. Neben Xtra-X waren auch größere Läden wie Abaddon, Art of Dark sowie ein Stand ausschließlich für Socken und Stulpen zugegen. Neben anderen kleineren Klamottenständen gab es noch Cyberloxx – die Haarpracht für den Plastik-Grufti – und etwas einfallsreichere Mode bei damned Clothing.

Ebenso wie die Stände mit den angebotenen Waren sahen auch die Besucher aus. In der Gothic-Szene fallen auf Festivals und auch kleineren Veranstaltungen immer Subströme auf, die die Zugehörigen quasi auf der Haut tragen. Von eben genannten schrillbunten Plastik-Gruftis (die am Vortag von den Besuchern der Loveparade nur schwer zu unterscheiden gewesen wären und von einigen liebevoll „Mutanten“ genannt werden), den Samt- und Spitzen-Gruftis mit aufwendigen Kostümen und Reifröcken mit dem Ausmaß eines Kleinwagens über Rockabillys bis hin zu uniformierten Militärbubis, die neben Punks und Batcavern doch ein recht lustiges Bild abgeben. Da es mittlerweile fast jeder trägt, hat sich hoffentlich auch bald dieser unsinnige Trend der Schweißerbrillen (mit Gefahrenstoffzeichendrauf, in LILA!!!) und Atemmasken (ich weiß, ich kann Patchouli auch nicht mehr riechen) erledigt. Möchte man den Begriff Fashion Victim nachschlagen, findet man dort im Idealfall ein Bild von einem Gothic-Festival, aber ach!, wir sind ja alle so individuell und diessseits des Mainstreams! Den Vogel schoss ein besonders subversives Element ab, das ich am Bahnhof sah: Beine und Füße waren Rockabilly mit Pettycoat und Pumps, in der Mitte ein Spitzenkorsett und auf dem Kopf, tatsächlich!, Cyberloxx und Schweißerbrille. Ich hab mich bis heute nicht entschieden, ob dieses Mädchen nur provozieren wollte oder einfach den Schuss nicht gehört hat.

So langsam machten wir uns auf den Weg zur Theater Stage, denn wir wollten Spectra*Paris nicht verpassen. Erzählungen von Freunden hatten mich neugierig auf das Nebenprojekt von Elena Alice Fossi, Nummer zwei in dem Projekt Kirlian Camera, gemacht. Als sie mit ihrer Gitarristin, der Co-Sängerin und einer weiteren Frau am Keyboard die Bühne betrat, wurde sie mit lautem Jubel begrüßt. Ihr Outfit, ein hautenger, schwarzer Lackanzug, ließ vermuten, dass da gerade sehr viele Männer gejohlt hatten. Die anderen Frauen sahen aus, als hätten sie gerade eine Zeitreise von den frühen 80ern in unsere Zeit hinter sich. Die Frau am Keyboard hatte einen Anzug an, der ihr mit seinen Schulterpolstern eine nahezu perfekte rechteckige Form gab. Die Gitarristin trug ebenfalls einen schlichten, schwarzen Anzug, hatte aber eine Frisur wie Nena in den frühen 80ern, bloß blondiert. Ich war ehrlich verblüfft, dass es Leute gibt, die noch so rumlaufen, aber es kommt ja auch auf die inneren Werte an (ich hatte gerade keine bessere Phrase zum Dreschen zur Hand). Die Musik wurde begleitet von einem schnell geschnittenen Film, der im Hintergrund lief. Dieser zeigte eine wilde Mixtur von japanischen Comics über Clockwork Orange bis hin zu Bildern von Politikern und Kriegsszenen. Dazu erklangen knallige Beats und harte Gitarrenriffs, begleitet von der samtigen Stimme Elenas. Die Musik war nicht nur melodiös und sehr gut tanzbar, die Band schaffte es auch, eine ganz eigene Atmosphäre zu schaffen und die Stimmung stilvollen, schnellen metropolen Nachtlebens heraufzubeschwören – und das um zwei Uhr nachmittags. Es war einer dieser Auftritte, wo man vorher überhaupt nicht weiß, was auf einen zukommt, ihn dann absolut genießt und nicht genau sagen kann, was eigentlich so gut war. Es hat einfach alles sehr gut zusammengepasst und ich bin gespannt, was von dem Projekt noch zu hören sein wird. Einige Minuten vor Ende des Konzerts gingen wir zur Mainstage, um nicht allzu viel von Letzte Instanz zu verpassen.

Das letzte Mal hatte ich die Letzte Instanz vor Jahren auf dem WGT gesehen, hatte mir begeistert die eine oder andere CD gekauft, sie aber nach der „Umstrukturierung“ im Jahr 2004, als Sänger, Gitarrist und Bassist die Band verließen, aus den Augen verloren, weil ich nicht damit rechnete, dass die Band sich von diesem Verlust erholen konnte. Aber die Jungs, die da gerade barfuß die Mainstage enterten, waren alles andere als ein trauriges Überbleibsel einer alten Instanz (ich weiß, mit der Erkenntnis bin ich sehr spät, Asche auf mein Haupt). Als sie anfingen zu spielen, war mein erster Gedanke: Auf die Letzte Instanz ist Verlass. Mit wie viel Energie sie loslegten und das Publikum, das für diese Tageszeit eine ziemliche Masse war, mitrissen, war schier unglaublich. Ich weiß nicht, was die beiden Streicher nehmen, aber ich will es auch. Der Violinist kam mir ein wenig vor wie Popeye, vermutlich hatte er gerade zwei Riesenportionen Spinat gefrühstückt und tobte jetzt hüpfend und gleichzeitig spielend (!) über die Bühne. Er hielt das sogar das gesamte Konzert lang durch, genau wie der Cellist, der seine roten Dreads schwang wie ein, naja. Die beiden Hollys hatten das Publikum total im Griff. Sollten sie die Arme hochnehmen und schwenken oder klatschen oder was auch immer ihnen einfiel, die Leute taten es – und zwar nicht nur die ersten paar Reihen, sondern alle. Im Gegensatz zu mir kannte das Publikum fast alle Lieder und sang laut mit. Konzerte der Letzten Instanz sind, meiner bescheidenen Meinung nach, mit einer startenden Rakete zu vergleichen, es ist eine der besten Live-Bands, die wir in Deutschland haben.

Als nächstes wollte ich wieder ins Theater zu Cinema Strange, auf die ich neugierig war, weil sie alle um mich herum sehr lustig fanden. Die drei Gestalten, die die Bühne betraten, sahen auch aus wie echte Abenteurer der Zeit. Der Gitarrist hatte eine Melone auf und einen schwarzen Rauschebart, äußerlich war er einem Rabbi zum Verwechseln ähnlich. Der Sänger hatte seine Hosen mit Hosenträgern etwas zu hoch gezogen, darunter lugten dünne Beine hervor. Nebst Rüschenhemd hatte er seine Haare zu einem Dutt gebunden und eine dunkle John-Lennon-Brille auf der Nase. Der Bassist sah aus, als wäre er gerade aufgestanden und „nur rein zufällig in der Gegend“. In seinen silbernen Schnürhosen und dem geschnürtem Phantasieoberteil hatte er das aufwendigste Kostüm. Wenn man etwas Charakteristisches über Cinema Strange sagen kann, dann ist das wohl, dass sie in keine Schublade passen, sie sind einfach anders. Ich könnte nicht mal die Musik beschreiben. Das ist irgendwas zwischen Gothic, Rock, Punk, irgendwo in einer Fantasiewelt, zu der ich keinen richtigen Zugang habe. Ich hatte leider keinen guten Blick auf die Bühne, außer auf den Bassisten, der zweifelsfrei komisch war, und konnte so nicht erkennen, ob sie eine ihrer vielbeschworenen, abgedrehten Bühnenshows abzogen. Auch wenn ich es anfangs sehr unterhaltsam fand, war ich doch relativ schnell gelangweilt, weil mir das, was ich sah, doch relativ unspektakulär vorkam und der schrille Gesang und die Musik mir für das erste Hören zu anstrengend waren. Da aber alle um mich herum wieder wahnsinnig begeistert waren und es ganz, ganz komisch fanden, lag es vielleicht auch an mir.

 

Nach dem Konzert gingen wir wieder nach draußen und es war so kalt, windig und wolkig geworden, dass ich mir ein Paar Stulpen kaufte, um nicht als Eisbein zu enden. Wir vertrödelten ein bisschen Zeit, bis L'Âme Imortelle auf der Hauptbühne anfingen zu spielen. Zumindest den Anfang des Konzerts wollten wir uns anschauen. Sie starteten mit dem Song Bitterkeit, dessen Cover  Überall nur Dixieklos  ungleich besser ist als das Original. Ich mag L'Âme Immortelle. Diese Grundschul-Poesie und das plumpe Abnudeln des Mann-Weib-Schemas haben schon einen unglaublich hohen Unterhaltungswert. Am besten wird die Show immer, wenn Kubikelfchen Sonja Kraushofer ihren Ich-bin-ein-Doppeldecker-Tanz beginnt.

 

Trotzdem ließen wir die Hauptbühne hinter uns, um im Theater ein wenig Soko Friedhof zu schauen. Nicht dass ich die sonderlich toll finde, ich war bloß neugierig. Es war relativ voll, so dass wir weit hinten standen und ich kaum etwas sah, außer den beiden Tänzerinnen, die die Musik etwas aufhübschen sollten. David Line teilte uns lautstark mit, er wolle ein Müllmann sein, hatte sein Blutrünstiges Mädchen mit dabei, in deren Mund wir alle kamen. Ah ja. Es war zwar ganz lustig, aber als dann der Klingelton Satans rausgeholt wurde, hatte ich doch langsam genug von der satirischen Belanglosigkeit der Sonderkommission und verließ das Theater.

Auf der Mainstage hatte Suicide Commando schon eine krachige Vorstellung begonnen. Auch von Weitem war erkennbar, dass Johan van Roy so langsam in die Jahre gekommen ist, trotzdem flitzte er wie ein Jungspund über die Bühne und verstand es sehr gut, das Publikum anzuheizen. Kräftige Schauer, die das Konzert begleiteten, schmälerten die Stimmung keinesfalls. Mitgerissen von aggressiven Beats und dem Einsatz des Sängers gelang es schließlich einem Fan, auf die Bühne zu klettern, wo er erst mal in Siegerpose mit hochgerissenen Armen verharrte. Sein kompletter Rücken war mit einem Suicide Commando-Tattoo geschmückt und er zeigte es stolz dem Publikum, bevor er im Freudentaumel sein Idol Johan van Roy umarmte. Er hatte wohl den Moment seines Lebens, bis die etwas lahme Security den Flitzer bemerkte und von der Bühne komplimentierte. Mit dem Knaller Hellraiser wurde dem Auftritt die Krone aufgesetzt und das Publikum verabschiedet.

 

In der Umbaupause fiel mir dann erneut etwas auf, was mich schon am Vortag gestört hatte. Sobald eine Band aufgehört hatte zu spielen, tönte die Dauerschleife eines Promobandes der Gruppe Unheilig aus den Lautsprechern.  Für das Promoband hatte er seine besonders tiefe Verführerstimme ausgepackt und nach Liedansagen wurden dann sowas wie Lieder angespielt. Unglaublich, man kann Unheilig nicht mal entkommen, wenn sie gar nicht auf der Veranstaltung spielen, zu der man geht.  Aber ich weiß schon, lieber Herr Graf, das erledigt dein Manager für dich, nicht wahr? Der ist – so rein zufällig – Veranstalter des Amphi-Festivals und deswegen bist du mit deiner seltsamen Gruppe und deiner Musik für Zurückgebliebene auch für das nächste Amphi-Festival schon bestätigt. Ein guter Wurf, wirklich!

 

Als nächstes betrat Project Pitchfork die Bühne, deren Peter Spilles sich das Gesicht klassisch mit einer blauen Diagonalen angemalt hatte. Irgendwo im Publikum sah ich auch ein absolut unschwarzes Pärchen, im Partnerlook, die offenbar nur für das Pitchfork-Konzert gekommen waren. Sie trugen nicht nur dieselben Sandalen und Shorts, sondern hatten sich ebenso wie der Sänger angemalt und gingen, den Arm um den anderen geschlungen, mit einem seligen Lächeln über das Gelände. Vor allem bei den ersten Songs ging Spilles total aus sich heraus und auf das Publikum zu, wurde dann etwas ruhiger, was irgendwie anheizender auf die Zuschauer wirkte. Auch der Keyboarder Dirk Scheuber sorgte ordentlich für Stimmung. Zu Earth Song wurde Sarah Noxx auf die Bühne geholt, die so unmotiviert und gelangweilt war, dass mir die Galle hochkam. Wenn man so wenig Lust hat aufzutreten, dass man mit genervtem, ellenlangem Gesicht auf der Bühne steht, sollte man es wohl besser sein lassen. Deswegen durfte sie nach dem Lied auch wieder verschwinden. Auch wenn es während des Konzerts wieder öfter kalte Regenschauer gab, ließ sich das Publikum nicht vom Feiern abhalten. Passend zum Klassiker Timekiller kam noch einmal die Sonne raus, so dass es zwei Regenbögen gab.

 

Nach einer letzten Umbaupause stand dann And One auf dem Programm und legte mit ihrem Cover von Sun always shines on TV los. Es waren unfassbar viele Leute gekommen. Nicht nur der Platz vor der Mainstage war überfüllt, auch in den Wegen, die zu den Verkaufsständen führten, standen die Leute. Einmal mehr auf diesem Festival wunderte ich mich, warum die Idole hier alle schon an die 40 sind, aber mit alten, renommierten Bands geht der Veranstalter eben auch kein Risiko ein, dass Eintrittskarten unverkauft bleiben. Steve Naghavi war wie ein aufgezogenes Spielzeugmännchen oder der Duracell-Hase, unterhielt das Publikum ohne Unterlass, unkaputtbar. Das Bühnenbild mit zwei riesengroßen, schneeweißen Trapezen wirkte ein bisschen größenwahnsinnig, aber irgendwie lustig. Ich rieb mir die Augen, ich konnte es kaum glauben, wie  frenetisch And One vom Publikum gefeiert wurde. So einfach gestrickt und eingängig wie die Musik ist, springt so gut wie jeder darauf an. Es ist ein bisschen wie mit Dieter Bohlen und der Popmusik, nur dass Naghavi nicht so rummeldumm ist. Beide wissen ausgezeichnet, die Massen zu binden.

Zu Timekiller, das Project Pitchfork eben noch im Original gespielt hatten, wurden Dirk Scheuber und Peter Spilles erneut auf die Bühne geholt und beide Bands sangen den Klassiker gemeinsam. Eineinhalb Stunden hatte das Amphi-Festival der Band zum Spielen gegeben, ziemlich genau nach der Hälfte der Zeit ertönte der Hit Deutschmaschine und wir machten uns auf den Heimweg. Noch länger And One zuhören musste dann doch nicht sein und der finale Auftritt der Krupps würde erst nach zwei Stunden Pause (sehr schlau am Sonntagabend beginnen.

 

Bei unserem Rückweg über die Deutzer Brücke malte ein dramatischer Sonnenuntergang mit der blau erleuchteten Musicalhalle einen schönen Abend, der das qualitativ durchwachsene Amphi-Festival sehr passend abschloss.

Antonia Hübner