Schattentantz: Galgenfrist

 

Um 11 Stücke reicher ist die Mittelalter-Rock-Szene seit dem Erscheinen von „Galgenfrist“, dem Erstlingswerk der Band „Schattentantz“, die sich offenbar gefunden hat, um das Herz der Freunde mittelalterlicher Rockmusik ein wenig höher schlagen zu lassen...

Bereits das erste Stück „Ouwe“ zeigt deutlich die Stärke von „Schattentantz“: klarer, mehrstimmiger Gesang.

In Verbindung mit eingängigen Rockrhythmen wird das Zuhören zum Vergnügen...

Mit dem Stück „Die Hexe“ kann ich mich – trotz sehr gut gespielter Rhythmen und mehr als interessanten Ideen beim Arrangement (noch) nicht ganz anfreunden, wird doch der Spannungsbogen zu früh durch einen zu hart gespielten Refrain in eine falsche Richtung gelenkt, die spätere, sehr reizvolle Spannungsaufbauten etwas untergehen lassen. Aber- das ist Geschmackssache...und, so zeigt die Erfahrung, auch solche Stücke wachsen im Lauf der Zeit...vielleicht gibt es in ein paar Jahren mal eine umwerfende Live-Version...

 „Bauernknecht“ ist sicher ein Highlight dieser CD...das Bewahren der durch den Text vorgegebenen Stimmung auch in den rockigen Passagen zeigt deutlich, daß die Band genau weiß, was sie tut...das ist Folk-Rock, wie es „Fairport Convention“ und „Steeleye Span“ im britischen Bereich beherrschten und beherrschen...nur zeigt „Schattentantz“, das es im deutschsprachigen Raum – entgegen allen Unkenrufen -  ebenso möglich ist, diese schwierige Symbiose dem geneigten Zuhörer nahezubringen...   

 

...ich habe hier einige Stücke exemplarisch näher beschrieben und bewertet...rundumgesehen ist „Galgenfrist“ eine tolle CD, die Freunden dieser Musik sicher genausogut wie mir gefällt...ich bin auf jeden Fall gespannt auf mehr...

...und ich denke, auch meine anderen „Freunde“ verneigen sich nochmals gemeinsam mit mir vor „Schattentantz“.

(Text von Götz)