Faun: Zaubersprüche

Sie wirken schnell, diese Zaubersprüche...

...und ganz schnell merkt man, daß es doch Zeitmaschinen gibt: kleine, schwarze Kästen, in die man glänzende Scheiben steckt. Hat fast jeder zuhause...

Filigrane Rhythmen treffen auf alte Instrumente und Texte... so könnte der „flottere“ Teil der Stücke beschrieben sein, die die Gruppe „Faun“ auf ihrem Album „Zaubersprüche“ präsentiert.

Doch damit wäre längst nicht genug gesagt, da „Faun“ auch auf äußerst reizvolle Art Balladen von unvergänglicher Schönheit eingespielt hat.

Der Reichtum an Abwechslung ist es, der diese Musik ausmacht und den Hörer eintauchen läßt in fast vergessene Zeiten. 

Der besondere Reiz aller Stücke wird durch den Einsatz vieler verschiedener Instrumente verstärkt, deren Klang mir teilweise noch gar nicht bekannt war.

Besonders erwähnt sei hier auch der Einsatz der Maultrommel, die einigen Stücken ihre hinreißende Atmosphäre verleiht.

Persönlich freue ich mich immer, wenn eine wohlklingende Gitarre tragend eingesetzt wird, wie hier bei einigen Stücken. Ist die Gitarre in ihrer heutigen Form auch kein „altes“ Instrument, hat sie für mich doch immer wieder den besten Klangcharakter, um Stimmungen zu erzeugen oder zu verstärken. Leider wird sie in der Szene „Mittelaltermusik“ eher selten eingesetzt.   

Die wunderbaren Arrangements von „Faun“ betören das Ohr, das Herz und die Sinne. Da wird nicht übertrieben oder durch zu große Kargheit Langeweile erweckt... alles fügt sich harmonisch ineinander und macht die „Zaubersprüche“ zu einer Klangerlebniswelt ganz eigener Art.

Besonders beeindruckt hat mich „Das Schloß am Meer“ mit seiner traurigen Geschichte.

Überhaupt berühren die Texte überwiegend so etwas wie „schwarze Romantik“.

Ehrlich klingen die Worte und die Stimmen, die den Hörer tief in ihren Bann ziehen...

...aber das sollen Zaubersprüche ja wohl auch...