Spectaculatius – Das Narrenschiff

 

 

Dem einen oder anderen mag Sebastian Brants Werk „Das Narrenschiff“ bekannt sein, in dem der spätmittelalterliche Autor Narren und Toren in allen gesellschaftlichen Schichten identifiziert. So angetan waren die Musikanten von Spectaculatius von diesem Buch, dass sie sich entschieden, das aktuelle Album ebenfalls „Das Narrenschiff“ zu betiteln.

Auch bei den insgesamt 16 Stücken standen historische Vorlage Pate, unter anderem Oswald von Wolkenstein (Viele liebe Grüße) oder die Carmina Burana (Vergangen ist der Winter), aber auch Komponisten wie Johann Sebastian Bach (Wo der Dudelsack brummt) oder Franz Schubert (Der Leiermann).

Nicht gänzlich mittelalterlich also die Quellen, wohl aber wird die Musik auf Spielmannsart umgesetzt mit Schalmeien und Dudelsäcken, Drehleiern und Flöten, Davul und Schlagwerk, und so wird sich das Volk auf dem einen oder anderen Markt zum Tanze eingeladen fühlen dürfen.

 

Petra Lindner