Rezi – Svbway To Sally - Kreuzfeuer

Das 10. Studioalbum nach nicht einmal eineinhalb Jahren zu dem Vorgängeralbum.
Svbway To Sally ruhen sich wahrlich nicht auf ihren Lorbeeren aus.

Beim ersten Hören der neuen Scheibe „Kreuzfeuer“ ist klar erkennbar, dass die Band härter rüberkommt, als je zuvor.

Bereits mit „Aufstieg“ bekommt man einen Vorgeschmack auf das, was noch folgen wird. Harte Gitarrenriffs, wenn auch abgemildert durch Frau Schmitt und ihre Geige. Dies wiederholt sich auch im Song „Einsam“. Das ist instrumentalisch leider auch das Einzige, was an den „alten Stil“ der Brandenburger erinnert. Andere, auf den früheren Alben noch häufiger benutzte Instrumente, wie die Drehleier, oder die Sackpfeife sucht man auf „Kreuzfeuer“ vergebens. Die Band setzt auf puren Rock.

Orientalischer klingen nur noch Songs wie „Judaskuss“ und „Krähenkönig“. „Angelus“ wurde mit einem Chor im Hintergrund aufgenommen.

Als Experiment möchte ich das Duett mit Eisblume-Sängerin Ria bezeichnen. Mit Sicherheit eine hervorragende Sängerin, allerdings nicht wirklich herausragend in „Komm In Meinen Schlaf“.

Temporeich kommt die erste Single „Besser Du Rennst“ daher.
Die Texte, wie schon auf dem Vorgänger „Bastard“ nehmen einen wichtigen Part in den einzelnen Stücken ein und es ist schön, dass beides eigentlich immer harmoniert. Eric Fishs Stimme bei der sehr schönen Ballade „Versteckt“ gefällt mir einmal ausgenommen gut. Das Stück ist rein akustisch mit Gitarren und Geige aufgenommen worden, was eine angenehme Abwechslung auf diesem Album darstellt.

„Niemals“ beschreibt sehr bildhaft die Lieben und Leiden der Menschheit und hat mich persönlich mal wieder zum Nachdenken gebracht. Außerdem ist es ein schöner Rocksong.

Ein anderes wunderschönes Stück ist „So Fern So nah“. Viel Gefühl und eine schöne Instrumentalisierung.

Das Album ist sehr rockig und metallastig, laut und schnell, aber es ist immer noch Svbway To Sally, und das nicht allein wegen der unverwechselbaren Stimme des Frontmanns.

Ich finde die Reihenfolge der Titel sehr gelungen und das Album insgesamt rund und vor allem hörbar. Wer es noch nicht haben sollte – kaufen lohnt sich!

Tracklist:


1. Aufstieg
2. Judaskuss
3. Besser Du Rennst
4. So Fern So Nah
5. Die Jagd Beginnt
6. Einsam
7. Komm In Meinen Schlaf
8. Angelus
9. Krähenkönig
10. Niemals
11. Versteckt
12. Vater

Katrin Götze