CD Feuerschwanz – Met und Miezen

 

 

Die Verteidiger des wahren Mets, die wahren Herren der Winde, die Gaudiritter – verschiedene Titel nehmen die vier Herren und eine Dame um den Hauptmann Feuerschwanz für sich in Anspruch. Und jeder der Titel mag wohl auf den lustigen Haufen zutreffen, wie man mit der zweiten Veröffentlichung, sinnhaft „Met und Miezen“ betitelt, beweist.

 

Schon mit dem Debüt „Prima Nocte“ hatte das Sextett (ein Schelm, wer Böses bei der Anzahl der Bandmitglieder denkt …) einen neuen Begriff in die Mittelalterszene eingeführt: Mittelalter-Folk-Comedy.

Die Vorreiterrolle in diesem Bereich zu untermauern schickt man sich nun an – „Met und Miezen“ kommt mit trügerisch eingängigen, folkig bis rockig inspirierten und manchmal an frühe Schandmaul erinnernden Melodien, Flöten, Geige, Schalmeien, Trommeln und Gesang daher und verlockt ganz unschuldig scheinbar nur danach, munter das Tanzbein zu schwingen.

 

Doch damit ist es bei Feuerschwanz natürlich längst nicht getan; Aufmerksamkeit sollte der geneigte Hörer vor allem den didaktisch wertvollen Texten schenken. Denn so erfährt man einige interessante Details aus dem mittelalterlichen Leben – zum Beispiel zum Werdegang eines Folterknechts, den Liebesnöten eines Prinzen, den wahren Aufgaben eines Rattenfängers und natürlich zu den Gründen, warum es immer lohnt, den falschen Met zu meiden und sich dem wahren zu verschreiben.

 

Und damit man die Texte auch schnell lernt und sich das nötige Hintergrundwissen für ein Feuerschwanz-Konzert (Mitsingen dürfte Pflichtprogramm sein!) im Heimstudium erarbeiten kann, sind die Texte im optisch ansprechend gestalteten umfangreichen CD-Booklet enthalten.

 

Dazu gibt’s dann auch noch einige sogenannte „Zwischenspottzzz“, aber über diese sei nichts verraten – ein bisschen Überraschung soll ja noch bleiben.

 

 

Petra Lindner