Rezension Lyronian – Side Scan

 

Lyronian – unter diesem Namen machen insgesamt vier Herren seit 1993 wunderbare elektronische Musik. Als Musikprojekt von Alex Kern ins Leben gerufen, entwickelte es sich bald zu dem, was wir heute hören dürfen.

 

Es ist „Synth-Pop“ in einer seiner schönsten Formen, denn Alex Kern versteht sein Handwerk. Er spielt seit seinem 12. Lebensjahr Klavier, welches er wohl schnell gegen einen Synthesizer eingetauscht haben muss. Sein Gitarrenlehrer ist heute einer seine Co-Piloten im Projekt Lyronian. Martin Buchmann steuerte die Gitarrenparts auf „Side Scan“ bei.

 

Den ersten Demo-Song konnte man bereits im Jahre 2002 auf dem Orkus-Sampler „Strangelove 7“ hören. Daraus wurden dann immer mehr einzelne Songs und endlich können wir einmal einem Album als Ganzem lauschen.

 

„Side Scan“ ist das erste Studioalbum und als Debüt ein außerordentlich gelungenes Werk! Auf die Veröffentlichung am 25.09. warten nicht nur viele Fans, sondern auch Kollegen, die mit viel Engagement an dem schönen Werk mitgewirkt haben.

 

Der Sound des Albums ist durchweg geradlinig, mit sehr eingängigen Melodien und einer Singstimme, die im Ohr bleibt, die weich und rund klingt, zwar ohne viele Emotionen freizusetzen, aber mit viel Charisma. Man meint sich direkt in den 80ern zu befinden, denn die Klänge erinnern, zumindest mich, sehr an die Anfänge der elektronischen Musik, nur mit ein wenig mehr Equipment. Große Vergleiche kann man nicht wirklich ziehen, da Lyronian einen sehr eigenen Stil zu haben scheinen. Das ist beabsichtigt und gut so.

Auf ihrer MySpace-Seite findet sich daher unter der Angaben „Einflüsse“ auch der Eintrag „Life, Sex, Death“ und der Hinweis, dass Lyronian, wie Lyronian klingt. Recht haben sie, denn das Leben schreibt nun mal die schönsten Melodien.

 

Side Scan wird im Übrigen mit einer Bonus CD versehen sein, welche streng limitiert erscheint. Darauf sind Remixe u. a. von Leatherstrip, Cephalgy, Unterart, Accesory und Beborn Beton zu hören.

 

Bleibt zu wünschen, dass dieses erste, wirklich sehr gelungene, Werk seine Hörerschaft finden und fesseln wird und das noch viele Scheiben der ersten folgen werden.

 

Viel Erfolg dafür!

 

Katrin Goetze