Dunkelschön „Irfind“

 

Celtic Medieval Folk – diese Art von Musik machen inzwischen viele Bands. Dunkelschön sind neben Omnia und Faun eine Band, deren Entwicklung man von Album zu Album erkennen, ja erhören kann. Man hat bei dieser Band das Gefühl, dass sie die Musik auch so leben.

„Irfind“ (übersetzt: sehr weiß), Mitte letzten Jahres erschienen, ist das vierte Album der fünf Musiker und es ist ein besonders schönes! Zu Recht war es auch „Album des Monats“ bei „Zillo“.

Hat man auf den früheren Scheiben noch eingängige Mittelalterstücke zum Besten gegeben, die vielleicht für einen Vergleich der einzelnen Bands herhalten können, die es auf dem Markt inzwischen gibt, so findet man auf der neuen, eigene Kompositionen, liebevoll arrangiert und ausgearbeitet. Das schönste Lied hört man direkt zu Beginn: „Madikeijla“ ist ein fröhliches Stück mit wunderbaren Trommeln und Flöten. Da kann es keinen auf seinen Afterballen halten! Zumindest sollte es jedem schwer fallen.

Es gibt Stücke, die zum abdriften in eine andere Welt einladen, wie das Lied „Iswind“, mystisch schön.

Zum träumen laden die Stücke: „Narfenritt“, „Der Mond“ und „Nebel auf dem See“ ein. Etwas härter wird es dann bei „Iddadh ´n´ Duir“ und „Sator Arepo“.

Die Vielfalt, mit der hier aufgewartet wird ist einfach wunderbar.

Man darf bei „Irfind“ keine brachiale Mittelaltermusik mit Saufliedern oder einfache Schunkelweisen erwarten. Die Musik der fünf lädt dazu ein, zuzuhören und sich gegebenenfalls fallen zu lassen. Man kann sich getrost darauf einlassen!

 

Katrin Goetze